Billig um jeden Preis
Was sich in der Überschrift etwas paradox liest, ist heutzutage bei den meisten Web-Shops Gang und Gäbe. Man tüftelt tagelang über Testberichten und Fachzeitschriften, nur um herauszubekommen, welcher DVD-Rekorder oder welche Grafikkarte denn nun die Richtige für mich ist. Die beste Mischung aus Qualität, Leistung und -ganz wichtig- Preis gilt es zu finden. Wenn man dann also eine Vorstellung vom richtigen Produkt und seinem Preis hat, sucht mach sich über seine favorisierte Preissuchmaschine noch schnell den günstigsten Webshop und haut eine Bestellung raus.
So weit, so gut. Aber was ist, wenn der gelieferte USB-Stick gar nicht mehr original verpackt ist? Wenn die neue Laser-Maus schon Kratzer an der Unterseite hat oder das Mainboard sich eindeutig nicht vor Lachen krümmt, sondern weil es schon in einem anderen Rechner verbaut war?
Tja, dann hat der Versandhändler es sich wahrscheinlich sehr einfach gemacht und die reklamierte oder einfach nur zurückgegebene Ware eines anderen Kunden nicht zum Hersteller zurückgeschickt, um sie prüfen und neu verpacken zu lassen, sondern er hat sie einfach dem nächsten “Dummen” in die Warensendung gepackt, der den Artikel bestellt hat. Besonders ärgerlich ist dies dann, wenn man selber der “Dumme” zu sein scheint, denn wer will schon gebrauchte Ware zum Neupreis haben? Selbst wenn sie technisch einwandfrei ist? Was man so liest, die meisten Leute lieber nicht. Man setzt sich also mit dem Verein, der meint, einen veräppeln zu wollen, in Verbindung und hofft auf eine dicke Entschuldigung und schnellen Austausch der Ware. Aber leider ist es bei diesen “grauen” Schafen mit dem Service meist nicht so weit her und man trifft entweder nur auf taube Ohren, oder sogar auf Unverständnis. Richtig ärgerlich wird es dann, wenn der Fehler beim Versender gar nicht eingesehen wird, und man sich auf einen Rechtsstreit einlassen muss.
Und wieso das Ganze? Klar, man kann die Händler sogar verstehen. Jeder muss heutzutage den “geilsten” Preis haben, damit der Kunde sich überhaupt noch bemüht, sein Angebot zu studieren. Wenn dann kostenspielige Hin- und Herschickerei durch Retouren dazukommt, macht man als Händler eben keinen Gewinn mehr, und so wird versucht, die reklamierten oder umgetauschten Waren einfach wieder zu verkaufen. So, wie der Obsthändler, der genau weiß, dass in der Kiste Äpfel auch zwei oder drei gammelige sind, sie aber nicht austauscht, weil sie unten liegen. Es ist Mehrarbeit und der Kunde merkt es vielleicht gar nicht.
Schade.
Januar 13th, 2008 at 19:50
Sorry das ich nun dieses Kommentarfeld missbrauche, habe aber auf die Schnelle kein Gästebuch oder so gefunden.
Also, lieber Mario Respekt für diese schicke Seite, das Design gefällt mich richtig gut, auch wenn mir der Background irgendwie bekannt vorkommt :-)
Schaue mich hier die nächsten Tage noch um…